Sunderworld - Die beachtlichen Misserfolge des Leopold Berry von Ransom Riggs
- bluetenzeilenblog

- vor 2 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
“Für die Welt war Leopold Berry vielleicht eine Enttäuschung, aber für sich selbst würde er nie wieder eine sein.”
- Rezensionsexemplar -
Hallo zusammen,
ich kenne bisher bereits einige Bücher von Ransom Riggs' "Besondere Kinder"-Trilogie, die mir relativ gut gefallen haben, wodurch der Autor für mich schon jemand geworden ist bei dem ich auf Neuerscheinungen achte. Somit war ich gespannt, dass nun komplett neue Bücher in einer neuen Welt von ihm zu lesen.
Vielen lieben Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!
Titel: Sunderworld - Die beachtlichen Misserfolge des Leopold Berry
Autor: Ransom Riggs
Verlag: Piper
Preis: 22,00€
Seitenzahl: 416 Seiten
Übersetzer: Simon Weinert
Inhalt:
Los Angeles: ganz magisch und voller Abenteuer!
Nach dem Tod seiner Mutter kämpft der 17-jährige Leopold Berry damit, den hohen Ansprüchen seines Vaters gerecht zu werden. Immer wieder passieren ihm merkwürdige Dinge, und als ihm Visionen der TV-Serie »Sunderworld« erscheinen, weiht er schließlich seinen Freund Emmet ein. Gemeinsam finden sie heraus, dass Sunderworld viel mehr ist als eine alte Fantasyserie aus den Neunzigerjahren: Die magische Welt ist real und in großer Gefahr! Wurde Leopold auserwählt, Sunderworld zu retten? Nur zu gern würde er beweisen, dass mehr in ihm steckt, als sein Vater denkt. Doch seine Rettungsmission für die magische Parallelwelt geht schrecklich schief. Leopolds Misserfolge sind beachtlicher – und viel erfolgreicher –, als er je zu träumen gewagt hätte.
Meine Meinung:
Ich persönlich kenne bisher von Ransom Riggs nur seine “Die Insel der besonderen Kinder” Bücher von denen ich bisher allerdings auch noch nicht alle Bände gelesen habe. Umso gespannter war ich, dass nun ein neues Buch des Autors erschienen ist und fand, dass sich der Klappentext wahnsinnig interessant angehört hat.
Das Cover vom Buch finde ich richtig spannend. Das Buch ist ein relativ kompaktes Hardcover, dass mich irgendwie direkt in meine Kindheit zurückversetzt und wie eine Videokassette aussieht. Dazu kommt auch der Papierumschlag an der Stelle, wo normalerweise der Farbschnitt ist. Ich finde es gut, dass sich hier für Papier anstelle eines Farbschnitts entschieden wurde, da es für mich noch besser zum VHS Eindruck passt. Außerdem hat die Beschaffenheit des Covers noch eine kleine Besonderheit.
Leopold, der von alle nur Larry, genannt wird, war für mich ein interessanter Charakter. Auf den ersten Blick wirkt er sehr unscheinbar, aber in ihm steckt so viel mehr. Er wird gerade von der Person, die ihm am nächsten steht am meisten enttäuscht und auch klein gehalten, was gleichzeitig dafür gesorgt hat, dass er kein wirkliches vertrauen in sich selbst hat. Ich fand es spannend hier mehr über ihn zu lernen und zu sehen, wie er sich auch ein Stück weit entwickelt.
Für mich persönlich war die Geschichte an manchen Stellen etwas schwer greifbar und verwirrend. Sunderworld war eine komische Welt, von der ich mir immer noch nicht ganz sicher bin, ob ich sie verstehe. Als ich mit dem Buch angefangen habe, musste ich ehrlich gesagt ein wenig an die "Tron"-Filme denken, einfach wegen den VHS Kassetten und der anderen Welt. Es ist auf jeden Fall wie eine Parallelwelt zu L. A., welche gleichzeitig unter L. A. liegt. Das hat mich wiederum ein wenig an Stranger Things erinnert, was ich eigentlich relativ spannend fand. Das Magiesystem und die Regeln von Sunderworld waren für mich sehr verwirrend, da ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Regeln nur dann gelten, wenn sie der Handlung dienen.
Ich fand auch, dass die Handlung in mehrere Richtung verlief und dadurch für mich auch für einige Probleme gesorgt hat. Die Spannung war nicht durchgehend vorhanden, sondern hat sich durch die verschiedenen Handlungsstränge, die hier verfolgt wurden abgebaut. In meinen Augen hatte das Buch trotzdem eine gute Tiefe, da es hier Themen, wie Trauer, Zusammenhalt, den Glauben an sich selbst und auch Freundschaft gab, was etwa war das mir sehr am Buch gefallen hat. Ebenfalls gab es in diesem Buch auch den "Choosen One" Trope, welcher hier mal auf sehr neue und spannende Weise umgesetzt.
Ich muss sagen, dass ich auch überrascht war, als das Buch dann doch mit einem Cliffhanger geendet hat, da ich angenommen hatte, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt. Der Cliffhanger hat mir gut gefallen, da er sehr überraschend war und ich somit gespannt bin, wie die Geschichte rund um Leopold weitergehen wird. Für mich sind zudem viele Fragen offen geblieben oder es gab Handlungsstränge, die noch weiter hätten ausgebaut werden müssen, um wirklich Sinn zu machen. Ich hoffe somit, dass wenn es einen zweiten Band gibt, dieser vielleicht dort ansetzen wird.
Es gab auch einige Nebencharaktere, die mir sowohl im negativen als auch im positiven aufgefallen sind. Besonders schlimm fand ich Leopolds Vater, wie jemand so mit seinem Sohn umgehen kann, werde ich nie verstehen. Dafür hat mir Emmett, Leopolds bester Freund wiederum sehr gefallen.
Der Schreibstil von Ransom Riggs hat mir ansonsten aber ganz gut gefallen. Ich hatte zwar meine Schwierigkeiten mit der generellen Handlung, fand aber dass die Charaktere und Beschreibungen wirklich gut waren.
Wir wünschen euch noch einen wundervollen Tag!
Eure Tessa & Sarina
(geschrieben von Sarina)





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