Die Mitternachtsreise von Matt Haig
- bluetenzeilenblog

- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 4 Minuten
- Rezensionsexemplar -
Hallo zusammen,
Matt Haig zählt zu meinen absolut liebsten Autor*innen, so dass ich seinen neuen Büchern immer sehr entgegenfiebere. Nachdem "Die Mitternachtsbibliothek" ein so großer Erfolg war, war ich richtig neugierig auf "Die Mitternachtsreise". Das Buch ist zwar keine Fortsetzung, scheint aber im selben Universum zu spielen.
Vielen lieben Dank an Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!
Titel: Die Mitternachtsreise
Autorin: Matt Haig
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 24,00€
Seitenzahl: 368 Seiten
Übersetzerin: Sabine Hübner

Inhalt:
Wenn das Leben im Zeitraffer an dir vorüberzieht – welchen Moment würdest du festhalten?
Die Vergangenheit kann niemand ändern, doch der Mitternachtszug kennt den Weg dorthin: Zur Chance, die bedeutsamsten Momente noch einmal zu durchleben – und zu erkennen, wer man wirklich war. Am glücklichsten war Wilbur mit Maggie, der großen Liebe seines Lebens. Damals, in ihren Flitterwochen in Venedig. Bevor er alles aufs Spiel setzte. Nichts wünscht er sich sehnlicher, als die Zeit zurückdrehen und einen anderen Weg einschlagen zu können. Aber damit könnte er alles zerstören, was ihm je etwas bedeutet hat.
Meine Meinung:
Matt Haig gehört zu meinen liebsten Autor*innen, was nicht mal unbedingt an seinen Romanen liegt, sondern viel mehr an seinen Sachbüchern, die mich absolut begeistern konnten. Natürlich kommt man auch nicht an seinen Romanen vorbei, weswegen ich in letzter Zeit versuche auch bei diesen aufzuholen.
Das Cover von „Die Mitternachtsreise“ finde ich wunderschön. Ich mag, dass man es direkt mit „Die Mitternachtsbibliothek“ assoziiert. Die blaue Farbgebung ist richtig schön und auch sieht es mit der Farbe und der Darstellung wirklich wie ein Zugfenster aus. Zudem mag ich, dass das Cover auch im dunkeln leuchtet, was etwas ist, dass ich bisher noch bei keinem Buch hatte.
In diesem Buch geht es um Wilbur, der auf sein Leben zurückblickt. Wir lernen ihn kennen als er gerade stirbt und was danach passiert ist eine Reise in die Vergangenheit, ein Rückblick all seiner schönen und schrecklichen Momente, die ihm gezeigt werden und scheint dabei einiges über sich selbst und die Fehler in seinem Leben zu lernen.
Die Handlung hat mir sehr gefallen und auch wenn es keinen richtigen Zusammenhang zu „Die Mitternachtsbibliothek“ gibt, spielt es doch in gewisser Weise im selben Universum und so konnte man kleine Easter Eggs finden, wenn man genau aufpasst. Ich denke jeder der "Die Mitternachtsbibliothek" geliebt hat, wird auch diese Geschichte großartig finden und einige Besonderheiten entdecken. Spannend fand ich vor allem, wie Wilbur auf sein Leben zurückblickt. Das Buch hat dadurch wahnsinnig viel Tiefe bekommen. Wir lernen so viele Charaktere kennen, die in Wilburs Leben eine wichtige Rolle gespielt haben und schauen auf sein Leben zurück. Dadurch lernen wir sehr viel über ihn, seine Entscheidungen und wie er zu dem Menschen geworden ist, der er am Ende seinen Lebens war. Ich fand es vor allem sehr spannend, wie er selbst sein Leben auch völlig anders wahrnimmt und mehr darüber lernt. Mir tat Wilbur oftmals sehr leid. Gleichzeitig hat das Buch durch diese Rückblicke sehr viel Tiefe bekommen. Matt Haig schafft es immer wieder aufs Neue sehr philosophische Geschichten zu kreieren, die einen vieles hinterfragen lassen. Hätte man damals eine andere Entscheidung getroffen, wie würde das eigene Leben dann heute aussehen? Was ist einem besonders wichtig in seinem Leben und wer möchte man sein? "Der Mitternachtszug" hat mich sehr zum nachdenken angeregt und so viele Ansätze gegeben, die mich wirklich nachhaltig beeindrucken und fesseln konnte, so dass das Buch für mich ein Highlight in diesem Jahr war.
Auch die Nebencharaktere, waren sehr gut ausgearbeitet und haben mir sehr gefallen. Allen voran Agnes ist mir sehr ans Herz gewachsen. Sie war einst auch ein Bestandteil von Wilburs Leben und und so fand ich es schön, wie sie ihn auch hier auf seiner Reise durch die Vergangenheit unterstützt hat.
Auch die Settings haben mir gut gefallen und wurden sehr lebendig beschrieben. Wir sehen hier unterschiedliche Orte, da sie Wilbur auch in verschiedenen Phasen seines Lebens zeigen. Für mich war auf jeden Fall die Beschreibung von Venedig ein echtes Highlight. Ich war letztes Jahr selbst dort und fand das Matt Haig diesen Ort sehr gut eingefangen hat.
Auch die Atmosphäre der Geschichte war für mich ein richtiges Highlight. Diese hatte etwas sehr melancholisches, was mich durch das Buch getragen hat. Es hat mir manchmal das Herz schwer gemacht und gleichzeitig war es auch wunderschön, weil die Melancholie sehr gut zum philosophischen und der Tiefe des Buches gepasst hat. Gleichzeitig fand ich, dass das Buch mir auch sehr viel Hoffnung gegeben hat.
Der Schreibstil von Matt Haig hat für mich einen gewissen Wiedererkennungswert, einfach weil er in sehr kurzen Kapitel sehr viel vermitteln kann. Von der Beschreibung eines Ortes bis hin zu großen Emotionen kann man in einem Kapitel hier sehr viel durchmachen. Außerdem hat mich das Buch auch sehr zum nachdenken bringen können. Wie will man irgendwann auf sein Leben zurückblicken? Für mich war es eine weitere wirklich tolle Geschichte von Matt Haig. Somit kann ich schon gar nicht erwarten herauszufinden, was als nächstes kommen wird.
Wir wünschen euch noch einen wundervollen Tag!
Eure Tessa & Sarina
(geschrieben von Sarina)






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